Was ist MUKA? Wenn Milchkühe Mütter sein dürfen
15. April 2026
Wie funktioniert Milchproduktion auf MUKA-Höfen?
Grundsätzlich gilt für jeden Hof, der Milch produziert: Keine Milch ohne Kalb. Die Kuh ist ein Säugetier und bildet nur dann Milch, wenn ein Junges zur Welt kommt. Jede Kuh, die Milch gibt, hat vorher ein Kalb geboren.
Die Besonderheit auf MUKA-Höfen ist, dass die Mutter und das Kalb nicht getrennt werden. Das Kalb darf bei seiner Mutter die Milch direkt vom Euter trinken. Die Beziehung von Mutter und Kalb geht weit über das blosse Trinken hinaus. Die Milchkühe umsorgen ihre Kälbchen mit sehr viel Hingabe.
Der Verein Cowpassion fördert eine konsequente Umsetzung der Mutter-Kalb-Haltung MUKA. «Ein bisschen MUKA», zum Beispiel eine Kontaktzeit von Mutter und Kalb von nur wenigen Tagen, wird den natürlichen Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht und wird von Cowpassion nicht unterstützt. Bei Cowpassion beträgt die Mindest-Kontaktzeit von Mutter und Kalb vier Monate. MUKA-Milch besteht gemäss unserem Verständnis aus 100% Milch aus MUKA-Haltung, nicht aus einer Mischung von Milch mit und ohne Trennung.
MUKA konfrontiert die Höfe mit neuen Herausforderungen, beispielsweise beim Stallbau und durch neue Arbeitsabläufe – und dies unter dem anhaltend hohen wirtschaftlichen Druck. Gibt es für MUKA trotzdem eine Chance?
Ist ein tierfreundlicher Käse möglich?
Damit die Milchproduktion tierfreundlicher werden kann, braucht es enorm viel Einsatz seitens der Produzenten und auch seitens der Konsumenten.
Seitens Produzenten braucht es viel Mut, sich auf ein neues Produktionssystem einzulassen, zu welchem in der Schweiz noch vergleichsweise wenig Erfahrungswerte vorliegen. Da es erst wenige MUKA-Höfe gibt, besteht meist auch noch nicht die Möglichkeit, bei einer Frage schnell mal den Nachbarhof zu fragen, da dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Erfahrung mit MUKA hat und nicht weiterhelfen kann. Zudem gibt es noch keine grossen Abnehmer für MUKA-Milch und keine Absatzgarantie oder Sicherheit für den Hof, dass die entsprechenden Produktionskosten entschädigt werden. Es gibt zum aktuellen Zeitpunkt auch keine Direktzahlungen für MUKA.

Seitens Konsumenten braucht es ebenfalls ein grosses Engagement für MUKA. Häufig kaufen wir unter Zeitdruck ein, müssen möglichst mit nur 1 Halt alles erledigen. Um etwas zu bewegen, braucht es ein Zeichen der Konsumenten, dass sie MUKA-Milchprodukte wollen. Es beginnt mit genauem Hinschauen und fragen, ob die Milchprodukte aus MUKA-Haltung stammen. Für einzelne Milchprodukte kann die tierfreundlichere Wahl gleichzeitig die bequeme Wahl sein, insbesondere beim Käse mit der Heimlieferung von Cowpassion.
Die Wahl der KonsumentInnen macht den Unterschied für die Kuh und das Kalb: Sie entscheidet darüber, ob das Kalb wohl behütet von der Mutter aufwachsen, Milch von ihrem Euter trinken und einfach liebevoll umsorgt werden kann. Bei Cowpassion kommt dies allen Kälbchen zugute, nicht nur die weiblichen Kälbchen, sondern auch die männlichen Kälbchen saugen mindestens vier Monate bei der Mutter.
Wo gibt es MUKA-Verkaufsstellen
Der Verein Cowpassion hat es sich zum Ziel gesetzt, MUKA-Milchprodukte verfügbar zu machen und so die Verbindung zwischen Produzenten und Konsumenten zu ermöglichen.
Beim Käse konnten wir mit der Heimlieferung bereits eine bequeme Lösung für KonsumentInnen schaffen. Wir möchten, dass MUKA-Käse und weitere Milchprodukte wie MUKA-Milch auch spontan in Läden vor Ort gekauft werden können. Dazu brauchen wir deine Hilfe.
Die Nachfrage – was ja schlussendlich nichts Anderes ist als nach MUKA-Produkten zu fragen – kann vieles bewirken. Die Nachfrage bestimmt langfristig das Angebot.
Setz ein Zeichen für MUKA in deiner Region https://map.cowpassion.ch
Auf dieser Seite findest du zudem Antworten auf die häufigsten Fragen zu MUKA.